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Wer kennt dieses Problem nicht? Man ruft sein E-Mail Postfach ab und findet nur unerwünschte Werbemails im Postfach.
In fast 100 Prozent aller Fälle ist die Absenderadresse eine ungültige E-Mail Adresse.
Aus diesem Grund kann man das für den Versand zuständige Unternehmen nicht erreichen.
Dies hat zur Folge, dass für den Empfänger das Abbestellen der Spam-Sendungen (opt-out) nahezu unmöglich wird.
Experten schätzen dass ungefähr 40 Prozent des Mailaufkommens als SPAM zu klassifizieren ist, dies ist eine absolut untragbare Last für die Empfänger.
Natürlich können Anwender auf sogenannte Spam-Filter zurückgreifen, diese Filtern den Posteingang erst beim Abruf des Postfaches.
Diese Filter arbeiten noch zu ungenau, denn es kommt des Öfteren vor, dass wichtige E-Mails als Spam aussortiert werden und einige belanglose E-Mails nicht gefiltert werden.
Ganz zu schweigen davon, dass sie in der Regel erst einen Download der Mails verlangen, bevor die Spam-Erkennung zuschlägt.

Bei Spam-Mails sollte man auch besonders vorsichtig sein, wenn man diese öffnet. Oft enthalten diese Bachrichten dateianhänge, die man besser nicht öffnet. Diese Dateien enthalten Schadcode, der ihren Computer ausspioniert oder andere schädliche Aktionen ausführt.
Oft wird in den Mails auch verlankt die Nummer der Kreditkarte an einen bestimmten Link zu schicken um diese zu überprüfen. Diese mails sollten sie umgehend löschen.

Spammern soll das Leben deutlich erschwert werden. Dazu hat sich eine Organisation gegründet, die aus der Network Advertising Initiative (NAI) hervorgegangen ist, es handelt sich um die Email Service Provider Coalition (ESPC).
Die ESPC hat den Vorschlag unterbreitet, dass eine technische Architektur geschaffen werden sollte, damit Spammer jederzeit zur Rechenschaft gezogen werden können. Dieses ehrgeizige Projekt läuft unter der Bezeichnung Lumos.
Umgesetzt werden soll das Projekt durch einen sogenannten Zertifizierungsprozess, bei dem die Identität des Mailers festgestellt wird.
Weiterhin sollen bestimmte Standards für den Kopf der E-Mail (Header) erarbeitet werden.
Aus den Headerinformationen soll dann eindeutig erkennbar sein, wer für den Versand der Werbemail verantwortlich ist.
Die Mail soll außerdem eine URL enthalten, über die der Empfänger den Versand weiterer E-Mails unterbinden kann (opt-out). Auch spezielle SMTP-Header sollen Aufschluss über die Identität des Senders geben können.

Die Experten der ESPC sind sich durchaus bewusst, dass die Umsetzung dieses Vorhabens viel Kraft und Energie kosten wird und nur realisierbar ist, wenn man mit den unterschiedlichsten Organisationen und Gremien Hand in Hand arbeitet.